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Der Herbst-Effekt | ||
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| Shorty V | ||
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Ein bislang nur mangelhaft untersuchtes Phänomen des
alltäglichen Lebens sind die relativ hohen Temperaturunterschiede.
Da die Erde bereits viele Jahrmillionen relativ gleichen Bedingungen ausgesetzt ist, wäre anzunehmen, daß kaum noch Temperaturunterschiede anzutreffen sind. Wir bezeichnen dies als den Grillhendleffekt Dennoch ist leicht feststellbar, daß Schwankungen und sogar örtliche Temperaturdifferenzen auftreten, die einem eigenen Rhythmus folgen. Warum ist es nachts kälter als tagsüber, im Sommer wärmer als im Winter und in Afrika unerträglich heiß, während man in Grönland friert ? Stichproben ergaben, daß den ganzen Sommer über an praktisch jedem beobachteten Haus zumindest ein Fenster über längere Zeit geöffnet war. Mit September begann sowohl die Anzahl der geöffneten Fenster, sowie auch die Öffnungsdauer zu sinken. Herrschten vorher außen wie auch innen relativ gleiche Temperaturen, begannen nun die Temperaturen im Freien abzusinken, während sie in den Häusern im Durchschnitt konstant blieben. | ||
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Es war leicht ersichtlich,
daß die Untersuchung hier ansetzen mußte.
Offensichtlich durch den Schulbeginn und die damit benötigte Ruhe bedingt, werden übermäßig viele Fenster geschlossen, was einen Temperaturaustausch zwischen innen und außen einschränkt. | ||
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| Da Heizungen jedoch prinzipiell in Häusern und nicht im Freien installiert sind, ist der Temperaturabfall damit bereits ausreichend erklärt. | ||
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Wie wir zu diesem Zeitpunkt bereits erwarten konnten, sinkt die durchschnittliche Öffnungsdauer der Fenster zum Jahresende immer mehr ab, sodaß eine weitere Abkühlung eintritt. Der größte Schulstreß dürfte mit den Semesterferien überwunden sein, da wir ab diesem Zeitpunkt wieder ein Ansteigen der durchschnittlichen Fensteröffnungszeit beobachten konnten. Überflüßig zu sagen, daß wir damit auch wieder ein Ansteigen der Außentemperatur registrierten. Der hiemit belegte Herbsteffekt tritt in verschiedenen Auswirkungen zutage. | ||
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1.) Der Jahreszeiten-Effekt:
Das synchrone Offenhalten der Fenster über ganze Kontinente hinweg führt durch den Wärmeaustausch zum Sommer-Effekt. | ||
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2.) Nachtabkühlung:
In einem verkleinerten Maßstab tritt dieser Effekt täglich auf, da Abends (vermutlich aus Angst vor Einbrechern) Fenster geschlossen werden, die den ganzen Tag über offenstanden. | ||
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3.) Geografischer Effekt:
Zum Beispiel in Afrika, aber auch in anderen "warmen" Gebieten, hat ein Großteil der Häuser gar keine schließbaren Fenster. Der Effekt mit bereits unangenehm hohen Temperaturen ist bekannt. | ||
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4.) außertürliche Temperaturschwankungen:
Blitzartig durchgeführte Untersuchungen haben z.B. bei ungewöhnlich warmen Tagen in einer sonst eher kühlen Jahreszeit auch eine ungewöhnlich hohe Zahl an offenen Fenstern ergeben, sodaß auch dadurch die Richtigkeit unserer Theorie bestätigt wird. | ||
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5.) selbsterfüllende Prophezeiungen:
Ein besonderer Effekt wird durch die Wettervorhersage ausgelöst, die ja eine Vorhersage nur möglich wäre, wenn ich bereits wüßte, wie viele Menschen vorhaben ihre Fenster zu öffnen. Wird nun ein besonders kalter Tag vorhergesagt, schließen naturgemäß viele Menschen ihre Fenster, um Heizkosten zu sparen, was letzten Endes ein Absinken der Außentemperaturen bewirkt. | ||
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6.) Gewittereffekt:
Üblicherweise sinkt auch im Verlaufe eines Gewitters die Temperatur ab, was jedoch nicht weiter verwunderlich ist, da viele Fenster geschloßen werden, um eine Überflutung der Wohnung zu vermeiden. Der beschriebene Effekt zeigt einen gewaltigen Eingriff des Menschen, dessen Auswirkungen zur Zeit kaum abschätzbar sind, demnächst jedoch Grundlage weiterführender Studien sein werden. | ||
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