Tripple-Blindstudie


aus "Pharmakologie der Zukunft"
Mami (medical artificial madness initiative) / Nik

Blindstudie - Was ist das ?

Bevor ein Medikament auf den Markt gebracht wird, ist es meist sinnvoll, sich von seiner Wirkung zu überzeugen.

Dies geschieht am einfachsten durch Verabreichung.

Allerdings ist die einfache Anwendung zuwenig, da sie dem Argument, der Patient wäre ohnehin gestorben, nichts entgegenzusetzen hat.
Daher teilt man die Patientengruppe in 2 Hälften, von denen nur eine das Medikament bekommt.

Für plausible Testergebnisse benötigen Sie natürlich eine Mindestpatientenanzahl, in unserem Fall 2.
Besonders interessant sind jedoch Patientenzahlen von 3,7,11,13, 17, ..., da sie leicht zu Ergebnissen mit mächtig vielen Stellen hinter dem Komma führen.

Der einzige Unterschied der beiden Testperson-Gruppen besteht in der Verabreichung des Medikaments, sodaß letztendlich alle signifikanten Ergebnisse darauf zurückzuführen sind.


Um es kurz zu machen: Natürlich nicht, da ja die Medikamentengabe eine Zuwendung bedeutet, die der 2. Gruppe fehlt, denen man daher zum Ausgleich Mehlpappe in Pillenform o.ä. vorsetzt. Diese Patienten müssen aber glauben, das Medikament bekommen zu haben, um der ersten Gruppe gleichgestellt zu sein.

Soweit die Blindstudie.

Wir halten fest: Der erzielte Erfolg ( = unterschiedliches Ergebnis der beiden Gruppen) kann zur Gänze dem Medikament zugeschrieben werden.


Immer noch nicht ganz, da der Arzt, der mit dem Patienten in Verbindung steht, natürlich weiß, daß er ein Placebo verabreicht, und dies Auswirkungen auf den Patienten haben kann.

Der nächste Schritt ist daher naheliegenderweise, daß auch der Arzt im Unklaren gelassen wird, ob er ein Medikament oder ein Placebo zur Verfügung hat.


Damit haben wir bereits die Doppelblindstudie beschrieben.

Eine weitere Verfeinerung der Technik war bislang nicht möglich, konnte aber nun durch Einsatz der AM-Methoden erreicht werden.


Die Tripple-Blindstudie

Wie bereits bei der einfachen Blindstudie gehen wir davon aus, daß Erfolge dem Medikament zuzuschreiben sind.
Um Beeinflußungen durch verräterische Verpackungen, Durchsickern von Informationen zu verhindern, bzw. auch die komplexe Buchführung der Doppelblindstudie zu straffen, weiß bei der Tripple-Blindstudie niemand, welcher Patient nun das Placebo bekam. Ist auch nicht notwendig, da die Probanden anhand der erzielten Ergebnisse "sortiert" werden können.
Da wir bereits bei der Blindstudie gewillt waren, Erfolge dem Medikament zuzuschreiben, scheint es nur naheliegend, das auch für die Trippleblindstudie anzunehmen.

Neben einem stark vereinfachten Testaufbau und dem Wegfall umfangreicher Aufzeichnungen hat sich gezeigt, daß diese Technik wesentlich klarere Aussagen ermöglicht. Dieser Vorteil zeigt sich bereits bei sehr kleinen Patientengruppen.


Angespornt durch diesen Erfolg wird MAMI (medical artificial madness initiative) demnächst die Technik der Vierfach-Blindstudie vorstellen.
Geplant ist dabei, mit maximal einem Probanden und ganz ohne Medikamentenverabreichung auszukommen.

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