Brot statt Böller


Seit Jahren wird anläßlich des Jahreswechsels die Aktion Brot statt Böller durchgeführt.
Dennoch werden nach wie vor steigende Summen für Feuerwerkskörper ausgegeben, wohingegen kein Anstieg des Brotkonsums zu dieser Jahreszeit feststellbar ist.
In den AM-Labors wurde der Grund dafür gefunden und Konzepte für eine professionelle Umsetzung der Kampagne ausgearbeitet.

Wo liegen also die Gründe für den mäßigen Erfolg der Kampagne:

Die mentale Zuordnung

Brot ist ein Alltagsprodukt und kann keinem speziellen Anlaß zugeordnet werden. Wie sich an Marzipanschweinchen, Weihnachtsbock oder Schoko-Talern zeigt, kann aber eine derartige Identifikation durchaus erreicht werden.
Erstes Schritt ist also die Kreation einer speziellen Silvesterbrotform, die wie wir später noch sehen werden, eher länglich sein sollte.

Der Aufwand

Selbst diejenigen, die bereits bisher an der Aktion teilgenommen haben, beklagen den erhöhten Aufwand.
Selbst geübte Werfer können herkömmliche Brote kaum 10 m hochwerfen, wohingegen bereits die kleinsten Feuerwerkskörper leicht 30 m erreichen.

Zusätzlich fehlt bei Brot das typische Geräusch, das auch durch gemeinsames Händeklatschen nicht imitiert werden kann.
Unser Vorschlag ist daher, bei der Brotherstellung ein spezielles Treibmittel einzusetzen, sowie einen Schwarzpulverkern zu integrieren.
In unseren (ehemaligen) Labors hatten wir jedoch einige Pannen beim Backvorgang.


Die Vorteile

Dennoch scheinen uns bereits jetzt die Vorteile so gravierend, daß wir eine Teilnahme an der Aktion empfehlen können:

Brote dürfen im Gegensatz zu Raketen auch von Jugendlichen und Kindern abgefeuert werden, ebenso ist die Aktion auch in geschlossenen Rämen vollkommen ungefährlich.

Die Reste sind kompostierbar
Übrig gebliebene Brote sind nicht nach Sicherheitsklassen zu verwahren.

Nicht unerwähnt bleiben darf, daß Böller ebenso wie Brote nicht oben bleiben, sondern wieder zu Boden fallen. Brote sind in diesem Fall im Gegensatz zu Raketen Naturprodukte, verrotten rasch und werden auch von Tieren als Nahrung in einer eher nährstoffarmen Zeit angenommen, wohingegen Raketenteile über Jahre den Absturzort verunzieren.



Auch wenn Brot noch keinen vollwertigen Böller-Ersatz darstellt, ist es bei kleineren Adaptionen eine durchaus überlegenswerte Alternative.

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