Tamagotschi Version 3


Wie erschreckend die anfängliche Verbreitung der Tamagotschis auch war, bereits nach wenigen Monaten stagnierte der Verkauf. Sowohl Tamagotschis der Versionen 1 und 2 sind heute kaum noch anzutreffen.

Leider kann den Tamagotschis der 3. Generation keine ähnliche Prognose gestellt werden.
Anders als die Vorgängermodelle wurde dieses Produkt auch nicht primär im Jugendbereich plaziert, sondern im Erwachsenenbereich und seine explosionsartige Verbreitung greift nun auch auf den Jugenbereich über.


Durch den wesentlich höheren Kaufpreis, sowie die dazukommende Benützungsgebühr, wie auch den Produktionsausfall durch spielende Mitarbeiter entsteht ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden.

Nach einem internen AM-Bericht sind dabei 3 Neuerungen maßblich an dem Erfolg dieser Gotschi 3 - Modelle beteiligt.

1. Die Modelle haben eine unüberschaubare Fülle verschiedener Verhaltensweisen, die das Spiel auch nach Wochen intensivster Beschäftigung interessant machen und unvorhersehbare Reaktionen mit sich bringen.
2. Die verschiedenen Spielvarianten sind nicht lokal im Gerät gespeichert, sondern werden von zentralen Spielcomputern gesteuert, mit denen das Tamagotschi in Kontakt steht.
3. Wahlmöglichkeit: Die verschiedenen Spielvarianten sind durch einen entsprechenden Nummerncode anwählbar. Jeder Spielvariante ist eine Nummer zugeordnet, die Varianten sind dabei noch nach Sprachen, Dialekten und auch Reaktionsqualität in Zahlengruppen geordnet.
Die tatsächliche Anzahl an Spielvarianten liegt weit über 100 Millionen. Um die Auswahl einer Spielvariante zu erleichtern, wurde daher jedem Tamagotschi-Code ein Name zugeordnet, der die Auswahl einer bevorzugten Spielvariante erleichtern soll.
Tatsächlich meldet sich ein Tamagotschi 3 nach Eingabe des Spielcodes zumeist mit dem zugeordneten Variantennamen.


Der ungeheure Erfolg ist aber zuletzt auf eine Notlösung zurückzuführen. Die hohe Anzahl an Spielvarianten wird erst dadurch erreicht, daß die Rollen von anderen Gotschibenutzern gespielt werden. Dabei hat sich aber jeder Mitspieler nur eine Variante zu merken. Wann immer der ihm zugeordnete Spielcode eingegeben wird, macht ihn ein einstellbares Signal darauf aufmerksam, daß der ihm zugeordnete Spielcode ausgewählt wurde. Der Gotschi-Besitzer übernimmt nun die Rolle des Tamagotschis durch Betätigen einer Taste auf seinem eigenen Gotschi.

Durch diese aktive Einbeziehung, einerseits ein Gotschi zu besitzen, andererseits aber auch als Gotschi für die anderen Gotschibesitzer zu agieren und diese wiederum als Gotschis für sich agieren zu hören, stellt einen unüberbietbaren Reiz dar, sodaß den GSM ( Codename: Gotschi Sado/Maso ) wohl ein anhaltender Verbreitungstrend prognostiziert werden kann.

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