die Mega - Fusion


Nach den gigantischen Fusionen, die Konzerne unvorstellbarer Größe schufen, ist bereits von einer Fusion zu hören, die alles bisher Geschehene in den Schatten stellt. Zwei Konzerne, beide weltumspannend und bisher in harter Konkurrenz stehend, klären hinter verschlossenen Türen die Möglichkeiten, Produktpaletten zusammenzulegen und Synergie-Effekte auszunutzen.

Zu Massenentlassungen wird es nicht kommen, jedoch werden in Teilbereichen, so insbesondere durch eine eventuelle gemeinsame Acquisition, Einsparungen erwartet.

Im Zuge der aktuellen Gespräche wird natürlich auch das bisherige Angebot durchforstet, sodaß auch Modernisierungen zu erwarten sind, wenn es letztendlich zu keiner Fusion kommt.


Dabei wird dem Vernehmen nach auf seiten des größeren Konzerns, der römisch-katholischen Kirche, daran gedacht, den Kundendienstbereich "Ablaßwesen" aufzulösen und durch ein modernes Versicherungswesen zu ersetzen. Eine Anpassung an die realen Umstände wird dabei dadurch erreicht, daß natürlich Alter und Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers in die Prämienhöhe eingerechnet werden müssen.

Insgesamt ist aus gewöhnlich nicht informierten Kreisen zu hören, daß auch der Kirchenbeitrag der Vergangenheit angehört. An seine Stelle tritt möglicherweise eine kundenfreundliche Kombination, die sich aus Club-Beitrag und ergänzenden Lizenzierungen zusammensetzt.

Im Club-Beitrag wird dabei eine breite Palette von Dienstleistungen zusammengefaßt, von ermäßigtem Messbesuch bis zu Durchführung von Beerdigungen.


Zu lizensieren ist darüber hinaus der Gebrauch kirchlicher Schriften und Lieder, sowie die Verwendung geschützter Begriffe ( zB: heilig, selig, Jesus und Maria, ...).

Außer Single-User-Lizenzen werden Familien, bzw. Site-Lizenzen das Angebot abrunden.


Das Angebot wird durch einen Wartungsvertrag abgerundet, der auch ein jährliches Service in Form einer Beichte im Ausmaß von 8 Sünden vorsieht. Power-Usern wird eine kostenpflichtige Hotline zur Verfügung stehen.

Letztendlich sollen dem Hören nach auch bestehende Werbverträge durchforstet und neuverhandelt werden, sodaß es möglicherweise demnächst schon heißt:

"Und gib uns unseren täglichen Hamburger"

Von offizieller Seite liegt zu diesen Vermutungen jedoch keine Stellungnahme vor.