Heisenbergsche Unschärferelation und Information


  Von Leopold Tötsch

  Nachdem nun in sensationeller Weise erstmals die Gültigkeit der Heisenbergschen Unschärferelation (H. U.) in makrophysikalischen Systemen nachgewiesen wurde, soll hier die Anwendbarkeit der H. U. auf die Informationsphysik dargelegt werden.

  Zu den erstgenannten Forschungen sei noch ergänzend angemerkt, daß die H. U. nur für komplementäre Paare physikalischer Größen gilt, wie z. B Ort und Energie eines Teilchens oder Größe und Preis eines Schuhes, nicht aber für Größe und Farbe eines Schuhes, die im makropysikalischen System eines Schuhladens keine komplementären physikalischen Größen für die Definition eines Schuhes im Schuhladen darstellen.

 
Nun, nach mikro- und makropysikalischer Wirksamkeit der H. U. sollte nun auch die letzte physikalische Domäne, die Informationsphysik, auf die Gültigkeit der H. U. untersucht werden. Seit den Zeiten des Pioniers der Informationsphysik, Rolf Landauer ("Information ist keine mathematische Abstraktion, sondern eine physikalische Größe") ist klar, Information gehört zur Physik wie ein Atomteilchen oder ein Schuh, für die die H. U. nachgewiesenermaßen ja gelten.
Und schließlich kennt jeder folgendes Phänomen: Man wird unverhofft etwas gefragt, es fällt nicht gleich ein ("es liegt auf der Zunge" ) - aber je intensiver und je länger man darüber nachdenkt, umso weniger fällt einem der Begriff ein - umso unschärfer wird die Information.
Aber Wissenschaft kann man nicht mit solchen individuellen Erlebnissen betreiben, dazu bedarf es fundierter Meßwerte und klarer mathematischer Begründung.

 
Diese lieferten schlußendlich eine Forschergruppe des VVG die monatelang in ihrem Informationsforschungslabor He.uri.G.E.r (Hedonistisch urige Getränke- und Essensräumlichkeit) ausharrte und den nun im folgenden beschriebenen (Selbst-)Versuch durchführte und statistisch auswertete.

 
Die Probanden (p) sitzen an einem genormten Holztisch (Stammtisch) und bestellen pro Zeiteinheit (t) eine Getränkeeinheit (m) einer definierten Flüssigkeit (w) und nehmen diese innerhalb (t) zu sich. Untersucht wird der Informationsgehalt (i) eines jeden Probanden auf die einfache Frage, wenn (p) jetzt zahlen müsse, wieviele (n) Einheiten er zu sich genommen habe.

  Sämtliche Untersuchungsreihen hier wiederzugeben, würde den zwar fachlich versierten aber nicht voll involvierten Leser eher langweilen, daher sei hier eine typische Meßkurve exemplarisch dargestellt.

 
Me=DFdiagramm

  • relative Information (i)
  • absolute theoretische Information und
  • (schraffiert) Informationsunschärfe (di)
  • die senkrechten schwarzen Linien geben die Probandenstreuung wieder.
Nebenbedingungen für diesen Versuch: m=125cm3, w=RR96, t=900s.
Die (hyperbolische) Meßkurven zeigen zwar Abhängigkeiten von (m), (t) und (w), aber es gilt immer:
Die Information (i) nimmt mit (n) ab, die Informationsunschärfe (di) nimmt zu. Die Informationsmenge (i) und die Anzahl (n) sind komplementäre Meßgrößen im Bereich der Informationsphysik.

  Oder: je öfter man die Information bestimmen möchte, umso unschärfer wird sie, genau wie bei Heisenberg: je genauer man z. B. den Ort eines Teilchens messen will, umso ungenauer wird die Bestimmung der Geschwindigkeit desselben.

Und da auch die Forscherkollegen des VVG vom Abkürzungswahn (AKW) der Wissenschafter nicht gefeit sind, gaben sie dem Phänomen das bezeichnende Akronym R.a.U.Sc.H. was heißt "Relative aethanolinduzierte UnSchärfe nach Heisenberg".

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